25 Haltestellen in ganz Bayern, 25 unterschiedliche Programme: Bei jedem Stopp, auf gut besuchten Plätzen und in belebten Fußgängerzonen, informieren Mitarbeitende der lokalen Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen über Karrierechancen und Ausbildungsperspektiven, über die spezifischen Angebote und Einrichtungen vor Ort. Immer mit dabei: Mehrere Aktions- und Mitmach-Stationen. Ein „Pfleg-O-Mat“ zeigt, wie wenig Geld eigentlich für die Pflege zur Verfügung steht, die überdimensionierte Sanduhr illustriert, wie eng bemessen die Zeit von Pflegerinnen und Pflegern im Alltag ist, eine Art Raumanzug demonstriert, wie es sich anfühlt, älter und eingeschränkt zu sein.
In Nürnberg, direkt vor der Lorenzkirche, wird das plötzlich besonders klar: Wie aus heiterem Himmel stürmen zehn als riesige Puppen – Pfleger, Ärzte, Alte, Kranke, Berufstätige, aber auch Engel – verkleidete Auszubildende von Caritas und Stadtmission in die Fußgängerzone und weisen eindrucksvoll auf die Probleme der Pflegeberufe hin: „Geld“ steht da auf großen Pappbausteinen zu lesen, aber auch „Zeit“ und „Frust“. Kein Wunder: Im Vergleich zu Bürojobs stehen die sozialen Berufe wesentlich schlechter da, die Arbeitszeiten und -anforderungen allerdings sind hoch. „Wir brauchen mehr Geld, mehr Zeit und mehr Personal“, resümiert Sabine Rückle-Rösner von der Diakonie Regensburg, sonst ist eine liebevolle Pflege, wie wir sie uns vorstellen und sie uns auch für uns selbst wünschen, nicht möglich.“